Der Duft von gebrannten Mandeln und Lebkuchen, heißer Glühwein und Chöre, die Weihnachtslieder anstimmen, locken alljährlich Millionen Besucher auf die deutschen Weihnachtsmärkte. Städte verwandeln sich im Advent mit bunten Hütten, duftenden Köstlichkeiten und funkelnden Lichtern in bezaubernde Weihnachtswelten. Wir haben zehn der größten und beliebtesten Weihnachtsmärkte in Deutschland zusammengestellt. Ob eine Tasse Kakao in Lübeck, ein Reibekuchen in Köln, eine Rostbratwurst in Nürnberg oder ein Stück vom gewürzten „Hutzelbrot“ in Stuttgart – quer durch Deutschland bummeln Besucher im Advent entlang geschmückter Buden, trinken Glühwein und genießen die schönste Zeit des Jahres.
1. Nürnberger Christkindlesmarkt
Der Christkindlesmarkt in Nürnberg ist der berühmteste Weihnachtsmarkt in Deutschland. Traditionell eröffnet das blondgelockte Christkind im weißgoldenen Gewand den Markt am Freitag vor dem 1. Advent. In den Wochen bis zum Heiligen Abend tummeln sich Besucher aus aller Welt auf dem stimmungsvoll beleuchteten Platz vor der Frauenkirche. 180 Holzbuden mit rot-weiß gestreiften Stoffdächern verleihen dem Christkindlesmarkt auch den Namen „Städtlein aus Holz und Tuch“. Der typische Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot und die herzhafte Rostbratwurst locken mit ihren Düften. Christbaumschmuck, Kerzen, Krippen und andere weihnachtliche Souvenirs gibt es ebenfalls zu entdecken.
Datum: 25. November – 24. Dezember
Öffnungszeiten: Mo-Do 9.30 – 20.00, Fr-Sa 9.30 – 22.00, So 10.30 – 20.00
In der Weihnachtszeit laden in Dortmund rund 300 Stände zum gemütlichen Schlendern durch die Innenstadt ein. Naschkatzen haben die Auswahl zwischen gebrannten Mandeln, Crêpes oder kandierten Früchten. Wer es deftiger mag genießt den westfälischen Grillschinken oder einen Reibekuchen. Highlight des Weihnachtsmarktes ist der 45 Meter hohe Tannenbaum, den 48.000 Lämpchen im Dunkeln zum Erstrahlen bringen. Die weihnachtlichen Hütten haben ein großes Angebot, wie Töpferei-Waren, „Namensbeschriftungen auf einem Reiskorn“, warme Mützen und Schals und vieles mehr.
Datum: 17. November – 23. Dezember
Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 21.00, Fr-Sa 10.00 – 22.00, So12.00 – 21.00
In der barocken Altstadt von Dresden wird vor Weihnachten alljährlich der Striezelmarkt aufgebaut. Zur Eröffnung wird in diesem Jahr ein 2011 Millimeter langer Christstollen, der Dresdener Striezel, angeschnitten und an die Besucher verteilt. Auf der Geschichtsbühne bilden 156 Programmpunkte, wie Kinderchöre, Blasmusiker und andere Weihnachtskonzerte, das klangvolle Rahmenprogramm der Dresdener Vorweihnachtszeit. An 233 Marktständen bieten Händler u.a. Kunst aus dem Erzgebirge sowie Glas- und Keramik-Handwerkskunst an. Kleine Besucher werden in der Kindereisenbahn, im nostalgischen Karussell oder im Wichtelkino verzaubert.
Datum: 24. November – 24. Dezember
Öffnungszeiten: täglich 10.00 – 21.00
4. Weihnachtsmarkt am Kölner Dom
In Köln gibt es im Advent sieben große Weihnachtsmärkte zu entdecken. Der Markt am Rudolfplatz steht unter dem Motto „Märchenweihnachtsmarkt“, am Schokoladenmuseum ist der „Hafen-Weihnachtsmarkt“ zu finden und der Heumarkt ist die „Heimat der Heinzel“. Der beliebteste ist der Weihnachtsmarkt am Dom, wo rund 150 Markstände ihr Angebot, wie Lederaccessoires, Printen, Glühwein, Früchtebrot, Holzschmuck und vieles mehr in winterlichem Ambiente präsentieren. Über 100 Bühnenveranstaltungen mit Programmpunkten, wie „Der singende Weihnachtsmarkt“, Chören und Orchestern untermalen den Besuch am Dom mit weihnachtlichen Klängen.
Datum: 21. November – 23. Dezember
Öffnungszeiten: So-Do 11.00 – 21.00, Fr 11.00 – 22.00, Sa 10.00 – 22.00
Entlang der historischen Giebelhäuser in der Altstadt von Rostock wird im Advent der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Rund 300 Aussteller sind vertreten, einige Karussells sorgen für Spaß bei kleinen Besuchern und vom 34m hohen Riesenrad haben alle Fahrgäste einen schönen Blick über die bunten Lichter. Auf der Märchenbühne am Neuen Markt treten Weihnachtsmann und Märchentante auf und täglich findet eine „Weihnachtsmann-Sprechstunde“ für Kinder mit großen Wunschzetteln statt. Erwachsene schätzen die Freitag- und Samstagabende. Dann startet die „Glühwein-Party“ mit Livemusik, heißen Getränken und süßen Leckereien, wie Muzen, Maronen oder Mandeln.
Datum: 24. November – 22. Dezember
Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 20.00, Fr – Sa 10.00 – 21.00, So 11.00 – 20.00.
In Frankfurt am Main ist der Weihnachtsmarkt am Römerberg und Paulsplatz zu finden. Die Fachwerkhäuser der historischen Altstadt, kombiniert mit den festlich geschmückten Buden und den vielen Lichtern der Tannenbäume versetzen die Besucher richtig in Weihnachtsstimmung. Auf der Bühne finden Adventskonzerte statt, die Kinder drehen auf Karussells ihre Runden und an 200 weihnachtlich dekorierten Ständen gibt es Geschenkideen und süße Naschwaren, wie kandierte Äpfel, gebrannte Mandeln, Maronen und Waffeln zu entdecken. Aufwärmen kann man sich bei einer Tasse Feuerzangenbowle oder einem heißen Kakao.
Datum: 23. November – 22. Dezember
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00 – 21.00, So 11.00 – 21.00
Eine 24 Meter hohe Tanne schmückt in der Weihnachtszeit den Stuttgarter Schlossplatz. Hier, auf dem Schiller-, Karls- und Marktplatz bummeln Besucher entlang 282 bunter Stände mit Weihnachtsdekorationen, Handwerkskunst und Naschwerk, wie Zimtsternen, süßen Likören und deftigen Snacks. Ein beliebter Publikumsmagnet ist die lebendige Krippe in der Sporenstraße mit einem Esel, Lämmern, Schafen und Ziegen. Chöre und Orchester aus der Region bilden den klangvollen Rahmen auf dem Weihnachtsmarkt. Ein Stück von dem traditionellen Stuttgarter Hutzelbrot, ein gewürztes Früchtebrot, rundet den Besuch in der Stadt zur Weihnachtszeit ab.
Datum: 23. November – 23. Dezember
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00 – 21.00, So 11.00 – 21.00
Hamburg hat in der Adventszeit mehrere Weihnachtsmärkte zu bieten, z.B. an der Binnenalster, an der Petri-Kirche und in der Mönckebergstraße. Auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz präsentieren rund hundert Händler ihre Waren. Die Besonderheit dieses Marktes ist seine Architektur, die von Bernhard Paul, dem Direktor des Zirkus Roncalli, entworfen wurde. Von Holzschnitzereien, Silberschmuck, über Bratäpfel und Lebkuchen bis hin zu einem eigens kreierten Rathaus-Glühwein ist das Angebot vielfältig und groß. An den vier Advent-Samstagen ziehen Engel, Wichtel, Rentiere und Elfen in einer bunten Festparade durch die Innenstadt. In der Spielzeuggasse bringen Spielwaren aus aller Welt Kinderaugen zum Leuchten.
Datum: 21. November – 23. Dezember
Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 21.00, Fr und Sa 11.00 – 22.00
Lübeck wird in der Winterzeit zur „Weihnachtsstadt des Nordens“, denn gleich neun Weihnachtsmärkte sind in der Stadt zu finden. Kleine Besucher toben sich an der Obertrave im Weihnachtswunderland mit Wichtelwald, auf einer Kindereisenbahn oder in der Weihnachtsbäckerei aus. Auf dem Koberg wird ein Maritimer Markt aufgebaut, der mit Fisch, Rum, Holzfässern und Fischernetzen an die Hansetradition der Stadt erinnert. Der Platz an der Marienkirche wird in der Weihnachtszeit mit zwanzig liebevoll gestalteten Häuschen und Figuren, wie der gestiefelte Kater, Schneewittchen und Dornröschen, zur Märchenwelt. Am Abend tauchen 275.000 Lichtelemente die Altstadt unter dem Motto „Lübeck leuchtet“ in ein atemberaubendes Licht.
Datum: Weihnachtsmarkt auf dem Markt 21. November – 30. Dezember
Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 21.00, Fr-Sa 11.00 – 22.00, 24.12. bis 14.00 geöffnet, 25.12. und 26.12. geschlossen.
Hotel Ibis Lübeck: Buchbar ab 20 Euro p.P. und Nacht im Doppelzimmer via accorhotels.com (14.12.2010 –
15.12.2010)
Hotel Wakenitzblick: Buchbar ab 42 Euro p.P. und Nacht im Doppelzimmer inkl. Frühstück via booking.de
(12.12.2010 – 13.12.2010)
Besucher der deutschen Hauptstadt haben in der Vorweihnachtszeit eine große Auswahl an Weihnachtsmärkten. In der Spandauer Altstadt bauen 400 Händler ihre Stände auf, am Roten Rathaus genießen Besucher die Aussicht über das winterliche Berlin vom 50 Meter hohen Riesenrad aus oder drehen eine Runde auf der Schlittschuhbahn. Zwischen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz sorgen viele Fahrgeschäfte, wie die höchste Luftschaukel der Welt, für besonderen Nervenkitzel. Der Gendarmenmarkt verwandelt sich in der Adventszeit zu einem wahren Winterland. Künstler, wie Steinmetze, Maler und Schneider präsentieren ihre Kreationen. Im gut beheizten Gastronomiebereich frieren die Gäste bei ihren Snacks nicht und Jongleure, Akrobaten und Chöre sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.
Datum: Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt: 21. Nov. – 23. Dez.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 13.00 – 22.00, Sa – So 10.00 – 22.00
Datum: Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus: 21. Nov. – 26. Dez.
Öffnungszeiten: Mo – Do11.00 – 21.00, Fr – Sa 11.00 – 22.00, So 11.00 – 22.00
Datum: Weihnachtsmarkt Spandauer Altstadt: 23. November – 25. Dezember
Öffnungszeiten: Sonntag – Donnerstag 11.00 – 20.00, Freitag 11.00 – 21.00, Samstag 11.00 – 22.00
Datum: Weihnachtsmarkt zw. Jannowitzbrücke und Alexanderplatz: 21. Nov. – 23. Dez.
Öffnungszeiten: Mo – Fr 13.00 – 22.00, Sa- So10.00 – 22.00

Rund 400 beleuchtete Stände in der Altstadt Spandau in Berlin (Bild: Raimund Müller, Partner für Spandau)
Die Auswahl basiert auf 10 der größten und beliebtesten deutschen Weihnachtsmärkte.























